{"id":1133,"date":"2015-09-04T16:31:39","date_gmt":"2015-09-04T15:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bicycle-trip.de\/?p=1133"},"modified":"2016-03-07T12:59:16","modified_gmt":"2016-03-07T11:59:16","slug":"35-oetztaler-radmarathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bicycle-trip.de\/?p=1133","title":{"rendered":"35. \u00d6tztaler Radmarathon"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Grenzerfahrung<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1123\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1123 alignright\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi1.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi1\" width=\"194\" height=\"142\" \/><\/a>S\u00f6lden:<br \/>\nDrei Jahre vergebens um einen Startplatz beworben. Doch diese Saison sollte der Traum endlich wahr werden: Micha startete beim \u00d6tztaler Radmarathon!<br \/>\nZu Beginn der Vorbereitung lag der Fokus noch auf der magischen 10-Stunden-Grenze. Nach l\u00e4ngerer Anaylse der eigenen F\u00e4higkeiten und Form beim Trainingslager oder auch nach dem Marcialonga-Rennen im Juni, korrigierte Micha sein Ziel f\u00fcr den \u00d6tztaler: \u00dcberleben und unter 11 Stunden bleiben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Lange wurde das H\u00f6henprofil studiert, die Anstiege bis auf kleinste Prozentunterschiede begutachtet. Letztendlich montierte Micha auch noch den &#8222;Rettungsring&#8220;, eine Kassette mit 30er Ritzel, das der letzte Anker am Timmelsjoch werden sollte. Tage zuvor baobachtete er nahezu st\u00fcndlich die Wettervorhersage, auch auf den einzelnen P\u00e4ssen. Die Angst vor K\u00e4lte und Regen war gro\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi9.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1124\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1124 alignleft\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi9.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi9\" width=\"120\" height=\"245\" \/><\/a>Doch nun genug der langen Vorrede. Kommen wir zum Renngeschehen:<br \/>\nDas Wetter sollte mitspielen und nicht K\u00e4lte, sondern Hitze sollte zum Pr\u00fcfstein werden.<br \/>\nP\u00fcnktlich um 6:45 Uhr erfolgte der Start zum wohl bekanntesten Radmarathon Europas.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Vom Startschuss hab ich gar nichts mitbekommen. Auf alle F\u00e4lle rollte das Feld los und ich mit. Gegen 7 \u00fcberfuhr ich dann die Startlinie. Jetzt lief meine Zeit..&#8220;<\/i><br \/>\nVon S\u00f6lden, das das ganze Wochenende v\u00f6llig eingenommen, von M\u00e4nnern und Frauen mit rasierten Waden und Sonnenbr\u00e4une die unterhalb der Schulter, bzw. kurz \u00fcber den Knien endete, verlief die Strecke eigentlich stetig bergab.<br \/>\nMicha: <i>&#8222;\u00dcberrascht war ich von der zivilisierten Art, die gefahren wurde. Ein Bekannter warnte mich ein paar Tage zuvor noch, ich solle es ruhig angehen lassen, weil alle wie bl\u00f6d losbolzen w\u00fcrden. Aber das Gegenteil war der Fall. Vielleicht war ich auch einfach zu weit hinten.&#8220;<\/i><br \/>\n<a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi6.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1125\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1125 alignright\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi6-300x128.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi6\" width=\"300\" height=\"128\" \/><\/a><br \/>\nIn \u00d6tz gings dann richtig los. Nach einer scharfen Rechtskurve hielten schon die meisten an, um sich der w\u00e4rmenden Kleidung zu entledigen, denn der K\u00f6rper w\u00fcrde sich ab jetzt von selbst aufheizen. Der Apperetif wurde serviert. Knapp 18 Kilometer und 1237 H\u00f6henmeter waren bis auf den K\u00fchtaisattel zur\u00fcckzulegen.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Ich hielt mich weiterhin sehr ruhig und ging einfach das Tempo der anderen mit. In Gespr\u00e4chen zuvor wurde ich mehrmals vor dem Anstieg gewarnt. Vorallem vor den 18 Prozent. Aber um ehrlich zu sein, hab ich die nicht gesehen. Ein Mythos&#8230;? Allerdings reichten die l\u00e4ngeren Passagen bei 15-16 % schon auch.&#8220;<\/i><br \/>\nKurz vor der Passh\u00f6he musste sich das Fahrerfeld noch durch eine typische Zuschauerschar in den Alpen einen Weg bahnen: Eine Herde K\u00fche trottete gem\u00e4chlich quer \u00fcber den Weg. Oben angekommen, wartete die erste Labestation, die auch rege genutzt wurde.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi2.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1126\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1126 alignleft\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi2-257x300.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi2\" width=\"257\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi2-257x300.jpg 257w, https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi2.jpg 260w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/a> Auf der Abfahrt mit relativ langen Geraden, konnte Micha das Rad richtig laufen lassen und verlor nicht allzu viel Zeit.<br \/>\nEs folgte mit dem Brenner der vermeintlich leichteste Pass des Tages.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Ich wusste zum Gl\u00fcck vorher, dass das so ein bi\u00dfchen der Schl\u00fcsselpass des Tages werden w\u00fcrde. Der Anstieg ist mit etwa 800 H\u00f6henmetern auf 40 Kilometer eher anspruchslos. Doch gerade darin bestand die Gefahr auf diesem teils flachen, ja sogar mit ein klein wenig Gef\u00e4lle zwischendurch versehenen Pass, wichtige K\u00f6rner zu verbraten. Ich blieb demzufolge in einer gr\u00f6\u00dferen Gruppe, um hier wichtige Energie zu sparen. Das wichtigste jetzt war die Konzentration aufrecht zu erhalten.&#8220;<\/i><br \/>\nEinem Fahrer zwei Reihen vor Micha gelang das nicht so gut. Er kam mit der Pedale an den Bordstein und st\u00fcrzte. Micha konnte gl\u00fccklicherweise ziemlich problemlos ausweichen.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Irgendwann liess sich ein Not(durft)stopp meinerseits nicht mehr hinausz\u00f6gern und ich musste kurz anhalten. Bl\u00f6derweise verlor ich damit nat\u00fcrlich den Anschluss an &#8222;mein&#8220; Peloton und musste die letzten 5 Kilometer bis zur Passh\u00f6he solo im Wind zur\u00fccklegen, da auch von hinten niemand nachkam. Den n\u00e4chsten Labestopp wollte ich eigentlich etwas in die L\u00e4nge ziehen, aber der Wettkampf zog mich schon nach kurzer Zeit weiter.&#8220;<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi4.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1127\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1127 alignright\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi4.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi4\" width=\"200\" height=\"177\" \/><\/a> Die vermeintliche H\u00e4lfte schien geschafft, doch die dicken Brocken kamen ja erst noch. Noch einmal durchschnaufen auf dem Weg nach Sterzing. Nach dem Durchqueren des Kreisverkehrs begann der zerm\u00fcrbende Aufstieg auf 2094m. Der 15 Kilometer lange Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,6 Prozent und 1146 H\u00f6henmetern steigt zwar sehr gleichm\u00e4\u00dfig gen Himmel, erlaubt aber dadurch auch keine Verschnaufpause.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Bereits hier flammte kurz der Gedanke auf: Gehts hier heut noch um die Zeit oder ums \u00dcberleben?<\/i><br \/>\nEs entwickelte sich eine Massenkurbelei in den kleinsten G\u00e4ngen. Noch blieb die Kette neben dem 30er Ritzel. Verstohlene Blicke zur Seite. Wie sieht die Konkurrenz aus? M\u00fcder als man selber? Lockerer?<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Hier wurde es zum ersten Mal wirklich hart. Immer wieder musste ich wechseln zwischen Wiegetritt und im Sitzen treten. Hunger machte sich bemerkbar. Mehr und mehr realisierte ich, dass das hier kein gew\u00f6hnlicher Radmarathon ist, wie ich sie bisher bestritten hatte.&#8220;<\/i><br \/>\n<a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi10.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1128\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1128 alignright\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi10-300x163.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi10\" width=\"300\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi10-300x163.jpg 300w, https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi10.jpg 555w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Nach etwa 2 Drittel des Anstiegs, ein Ruck in den Fingermuskeln, ein Klick, die Kette sprang auf das jungfr\u00e4uliche 30er Ritzel. Der Rettungsring war aktiviert.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Eigentlich wollte ich ja bis zum Timmelsjoch ohne auskommen, aber es kostete zuviel Kraft den Gang davor hier am Jaufenpass zu treten, deshalb gab ich nach. Das half sicher die Energiereserven etwas zu schonen.<br \/>\nAn der Labestation ein St\u00fcck unterhalb der Passh\u00f6he \u00fcberkam mich dann ein regelrechter Fressflash. Optimal war das sicher nicht, weil besonders der Magen sp\u00e4ter rebellieren sollte.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Auf der folgenden kurvenreichen Abfahrt waren gute Handmuskeln und stabile Bremsen gefragt. Die serpentinenreiche Abfahrt liess den Beinen zwar eine Erholungsphase, daf\u00fcr wurden Unterarme und Nacken umso st\u00e4rker beansprucht. In St.Leonhard die Rechtskurve mit dem Gasthof genommen und sofort startete ohne Zeit zum Nachdenken zu lassen der Endgegner des Tages: das Timmelsjoch.<\/p>\n<p>Micha:<i>&#8222;Das ich bei einer Radveranstaltung mal vom Elend der Landstrasse sprechen w\u00fcrde, h\u00e4tte ich so nicht vermutet. Doch welche entt\u00e4uschte Gesichter und geplatzte Tr\u00e4ume man hier erlebte war schon unglaublich. Immer wieder am Strassenrand sitzende, sich massierende oder auch das Rad schiebende Fahrer.<br \/>\nAuch meine Grenze war erreicht.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Das Timmelsjoch geh\u00f6rt wohl zu den schwersten P\u00e4ssen im Alpenraum \u00fcberhaupt, denn es ist mit 29 km eigentlich \u00fcberlang und wartet mit unangenehm hohen Steigungsprozenten auf. Es gilt noch einmal 1821 H\u00f6henmeter am St\u00fcck zu bew\u00e4ltigen. <a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi5.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1129\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1129 alignleft\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi5-300x175.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi5\" width=\"300\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi5-300x175.jpg 300w, https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi5.jpg 555w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Wenn man wie beim \u00d6tztaler Radmarathon das Timmelsjoch nach dem K\u00fchtai, dem Brennerpass und dem Jaufenpass in Angriff nimmt, erwarten einen fast h\u00f6llische Qualen. Vor allem der Schluss des Anstiegs mit dem Steilhang saugt die allerletzten Reserven aus den ohnehin schon ersch\u00f6pften Muskeln. Doch bis unser Fahrer diesen erreicht hatte, galt es den fiesen Kampf gegen den eigenen K\u00f6rper und besonders den Kopf zu gewinnen.<\/p>\n<p>Micha:<i>&#8222;Neben der Tatsache, dass ich mittlerweile total leer war, sorgte mein rebellierender Magen f\u00fcr Probleme. Warum auch musste ich dieser Heisshungerattacke am Jaufen nachgeben? Langsam kurbelte ich Meter f\u00fcr Meter aufw\u00e4rts. Aber gut, hier ging es kaum einem besser.<br \/>\nNach etwa einem Drittel des Anstiegs, dann der bittere Moment. Ich musste meinem eigenen Credo zuwider handeln: Anhalten und Absteigen. Nix ging mehr!<br \/>\nNur wenige Sekunden sp\u00e4ter gesellte sich schon der erste Mitstreiter zu mir.&#8220;<\/i><br \/>\n<a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi8.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1130\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1130 alignright\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi8-300x125.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi8\" width=\"300\" height=\"125\" \/><\/a> 3-4 Minuten habe ich gebraucht, bis ich meinte es wieder probieren zu k\u00f6nnen. Zu sagen, dass es darauffolgend wieder besser ging, w\u00e4re glatt gelogen. Es blieb eine Tortur. Ein paar H\u00f6henmeter sp\u00e4ter verlangte der K\u00f6rper erneut nach einem Stopp. Kr\u00e4mpfe im Oberschenkel bahnten sich an. Also nochmal kurz vom Rad. Das war irgendwie deprimierend.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stand aufgeben nicht zur Debatte. Wirklich nicht! Also klickte Micha schon bald wird in die Pedale.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Magengrummeln, leichter Kopfschmerz, die Beine immer nah am Krampf, 30\u00b0Grad. &amp; hohe Steigungsprozente. So sch\u00f6n kann das Timmelsjoch sein&#8230;&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Endlich kam der Steilhang in Sicht. An diesem kargen Felshang sind die Stra\u00dfenabschnitte scheinbar endlos \u00fcbereinander geschachtelt und erinnern brutal an den Steilhang des Stilfser Jochs. \u00dcberlebt man diese letzte 10 km lange Tortur, muss man nach den letzten beiden Tunnels noch einen Kilometer leicht bergan \u00fcberstehen, bis man die Passh\u00f6he erreicht hat und kann sich nun in die mit einem Gegenhang garnierte Abfahrt st\u00fcrzen.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Der Steilhang verlief dennoch ziemlich gut. Wohl auch weil man weiss, das es danach quasi geschafft ist. Das Grinsen bei der Einfahrt in den Tunnel kann ich gar nicht so wiedergeben. Es folgte noch der kleine Teil bis zur Zollstelle, dann erschien das Banner: &#8222;Jetzt hast du Deinen Traum&#8220;. Unbeschreibliche Gef\u00fchle beschleichen einen da. Ich hatte es endlich geschafft meinen langgehegten Traum zu verwirklichen. Den \u00d6tztaler Radmarathon fahren und finishen.&#8220;<\/i><br \/>\n<a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi11.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1131\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1131 alignleft\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi11.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi11\" width=\"200\" height=\"140\" \/><\/a> Auf der Abfahrt erlebte unser Pedalritter dann noch eine kleine Schrecksekunde, als der angek\u00fcndigte Krampf im Oberschenkel beim Anbremsen einer Kurve kam. Aber danach hiess es nur noch die Abfahrt geniessen. Einfahrt nach S\u00f6lden. Viele Zuschauer die rufen, winken. Rechtskurve \u00fcber die Br\u00fccke. Der Zielstrich. Der Jubelschrei. GESCHAFFT!<br \/>\nIn den ersten Stunden, ach was Tagen und Wochen nach dem laut Veranstalter wohl w\u00e4rmsten \u00d6tztaler in der Geschichte des Radklassikers, war sich Micha sicher: NIE WIEDER!<br \/>\nMicha(im Ziel):<i>&#8222;Das mach ich nicht noch einmal! Was eine Qu\u00e4lerei!&#8220;<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi7.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1132\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1132 alignleft\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi7.jpg\" alt=\"images_news_2015_oetzi7\" width=\"200\" height=\"202\" \/><\/a> Er verpasste zwar seine Zielzeit von 11 Stunden um 22 Minuten, aber das war im Ziel v\u00f6llig egal.<br \/>\nMicha:<i>&#8222;Am Ende bin ich einfach gl\u00fccklich und stolz es geschafft zu haben. In der Vorbereitung h\u00e4tte ich sicher optimaler arbeiten k\u00f6nnen.&#8220;<\/i><br \/>\nDie Renneinteilung kann auch nicht so falsch gewesen sein. Denn in \u00d6tz vor dem Anstieg nach K\u00fchtai beim \u00dcberfahren der Zeitschleife noch auf Rang 3548, belegt Micha am Ende den Gesamtrang 2551. Macht eine Verbesserung um 1000 Pl\u00e4tze. Das kann sich doch sehen lassen.<\/p>\n<p>Micha(2 Monate sp\u00e4ter):<i>&#8222;Irgendwann k\u00f6nnt man ja mal schauen ob die Zeit zu verbessern ist. Vielleicht nicht gleich n\u00e4chstes Jahr, aber irgendwann&#8230;&#8230;..&#8220;<\/i><\/p>\n<p><small>(H\u00f6henprofil zum Vergr\u00f6\u00dfern anklicken!<\/small><\/p>\n<div id=\"tbox\">\n<div style=\"padding: 10px;\">\n<p><b>kurz zusammengefasst:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Streckenl\u00e4nge: 238 km<\/li>\n<li>H\u00f6henmeter: 5500m<\/li>\n<li>max.Steigung: 18%<\/li>\n<li>Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,92 km\/h<\/li>\n<li>offizielle Fahrzeit: 11h:22min<\/li>\n<li>Platz 2551 von 3779 (Gesamtwertung)<\/li>\n<li>Platz 1429 von 2143 (Altersklasse)<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><small>Micha:<i>&#8222;Bei 1:06, 2:05, 2:52 &amp; 3:15 bin ich im Bild ;-)&#8220;<\/i><\/small> <iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/TmFVhbzG5Gs?rel=0\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2>Eine Grenzerfahrung<\/h2>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1123\" src=\"https:\/\/bicycle-trip.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/images_news_2015_oetzi1.jpg\" class=\"imageright\" alt=\"\" title=\"\" width=\"194\" height=\"142\" \/>   S\u00f6lden:<br \/> Drei Jahre vergebens um einen Startplatz beworben. Doch diese Saison sollte der Traum endlich wahr werden: Micha startete beim \u00d6tztaler Radmarathon!<br \/> Zu Beginn der Vorbereitung lag der Fokus noch auf der magischen 10-Stunden-Grenze. Nach l\u00e4ngerer Anaylse der eigenen F\u00e4higkeiten und Form beim Trainingslager oder auch nach dem Marcialonga-Rennen im Juni, korrigierte Micha sein Ziel f\u00fcr den \u00d6tztaler: \u00dcberleben und unter 11 Stunden bleiben. <br \/> Lange wurde das H\u00f6henprofil studiert, die Anstiege bis auf kleinste Prozentunterschiede begutachtet. Letztendlich montierte Micha auch noch den &#8222;Rettungsring&#8220;, eine Kassette mit 30er Ritzel, das der letzte Anker am Timmelsjoch werden sollte. Tage zuvor baobachtete er nahezu st\u00fcndlich die Wettervorhersage, auch auf den einzelnen P\u00e4ssen. Die Angst vor K\u00e4lte und Regen war gro\u00df.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[48],"tags":[],"class_list":["post-1133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-saison-2015"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1133"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2793,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1133\/revisions\/2793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bicycle-trip.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}