Kaunertaler Gletscherkaiser & Dreiländergiro

„Volle Attacke“

kaunertaler2Nauders:
Ein Doppelschlag in Österreich, der gelang Gerhard in diesem Jahr.
Nachdem er im Vorjahr bereits zusammen mit Micha den Dreiländergiro bestritten hatte, sollte in dieser Saison das Double aus Kaunertaler Gletscherkaiser und eben dem Radmarathon im Dreiländereck folgen. Zwar ergatterte er nur noch einen Startplatz für die kurze Runde in Nauders, dafür war er aber umso erfolgreicher.
Gerhard:„Gehörigen Bammel hatte ich im Vorfeld schon, ob ich den Kaunertaler Gletscher überhaupt in der Vorgabezeit vor 3,5 Stunden schaffen werde.“

So stand Gerhard am Donnerstag den 19.06 um 13 Uhr mit 420 anderen bei leichtem Nieselregen am Start zur, mit 2750 Metern, höchsten Bergankunft Österreichs.
Gerhard:„Vor mir 52 km und 2200 hm! Nicht weltbewegend, aber wenn man das Ganze in höchstens 3,5 Stunden fahren muss, schon Respekt einflößend. Jedenfalls bei mir.“
Los ging es hinter dem Safety-Car erst einmal von Feichten 500 hm hinab, um in Prutz, bei 800hm, nach einer Spitzkehre das Bergaufspektakel in Angriff zu nehmen. Für den ein oder anderen Fahrer war das Rennen bei der Abfahrt schon zu Ende, denn mit 40-60 Km/h hinter dem Führungsfahrzeug her zu fahren, erwies sich als ernste Herausforderung und einige Sturzopfer gab es bereits zu beklagen.
kaunertaler Zu Beginn der Kletterei erwartete die Fahrer dann gleich eine Steigung von 13%, die nach 300Hm aber wieder flacher wurde und mit gemäßigten 4-8% bis zu einen Stausee bei ca 1900Hm führte. Hier wartete das erste und einzige Flachstück mit sogar einem leichten Gefälle. Zeit zum Verschnaufen dachte dachte sich Gerhard, bis er von einer Gruppe von 10 Fahrern mit 38 Km/h überholt wurde.
Gerhard:„Ich fuhr ca. 30. Also ran an den Windschatten und hin zu den finalen 28 Kehren bis auf 2750Meter über dem Meer, dem Ziel entgegen.“
Ab etwa 2300 hm kam dann so weisses Zeug vom Himmel. Musste wohl mit der Kälte zusammen hängen.
Gerhard:„Das konnte mich aber jetzt auch nicht mehr aufhalten!“
Nach 3 Stunden und 8 Minuten war es dann geschafft! Die Ziellinie war überwunden und unser Fahrer war noch innerhalb des Zeitlimits und somit in der Cup-Wertung.

3 Tage später folgte Teil 2: Der Dreilädergiro!
Gerhard:„Ich hatte mir für Sonntag beim Giro volle Attacke vorgenommen, da ich ja nur die Strecke B über das Stilfser Joch und dann zurück über den Reschenpass vor mir hatte. Strecke A war leider schon ausgebucht.“
Die Eckdaten lauteten 120km mit 2800hm Start 6.30 Uhr und gleich zog es Gerhard auf die linke Spur und so weit nach vorne wie es ging. Nach ca.30 Kilometern hatte er eine schnelle Gruppe gefunden, mit der er sich auf die berühmten 48 Kehren des Stilfser Jochs machte.
Gerhard:„Im letzten Jahr machte ich oben noch eine Pause, doch dass wollte ich jetzt nicht mehr, sondern stürzte mich gleich in die Abfahrt. Diesmal ging es bis ganz nach unten und nicht wie im letzten Jahr bei 1200 Hm nach links zum Ofenpass. Ich muss wohl ganz ordentlich auf der Bremse gewesen sein, denn auf der Abfahrt hab ich etliche Plätze gut machen können.“
Die Rückfahrt über den Reschenpass erwies sich dann als enorm kräfteraubend, aber Gerhard wollte seinen Platz so gut wie möglich verteidigen und so kämfte sich bei hochsommerlichen Temperaturen mit aller Gewalt ins Ziel.

kurz zusammengefasst:

    • Kaunertaler Gletscherkaiser:
    • offizielle Fahrzeit: 3h:08min:13sec
    • Platz 82 von 103 (Altersklasse)
    • Platz 255 von 292 (Gesamt)
    • Dreiländergiro (Strecke B):
    • offizielle Fahrzeit: 5h:23min:40sec
    • Platz 93 von 391 (Altersklasse)
    • Platz 258 von 751 (Gesamt)
    • Cupwertung:
    • Platz 45 von 62