Marcel berichtet:

Eddie Merckx Classic

ZielEugendorf:
07:45 Uhr, die meisten Fahrer hatten sich bereits in Ihre Startblöcke eingefunden um sich auch gleich die besten Startplätze zu sichern. Eddy Merckx fuhr im Startblock 1 und ich im Startblock 3: Super, den wirst du ja nie sehen, dachte ich mir und wurde später eines besseren belehrt.

08:10 der Start für Startblock 3 ist erfolgt. Das Gedrängel um die „besten“ Plätze ging los, die ersten Pulks bildeten sich.
Ich war am Anfang in einem, vom hohen Tempo getriebenen Pulk und reihte mich in deren Windschatten ein. Ein kurzer Blick auf den Tacho, 42 km/h, bei flacher Strecke mit Gegenwind.
Leider konnten nicht alle das Tempo mithalten und nach ca. 20km bildete sich eine Lücke innerhalb des Pulks. Die Lücke schließen und an den schnelleren Pulk ranfahren war durch den starken Gegenwind fast unmöglich, also ergab ich mich meinem Schicksal und fuhr mit rund 34 km/h weiter.
Eddie MerckxUrplötzlich wurde das fahrerfeld langsamer und nach 100m des Rollens, stand Eddy Merckx mit seinem ehemaligen Radteam am Straßenrad und winkte.
Mit einem Michael Günther bin auch einige Zeit lang gefahren, der war allerdings mehr als 20cm Größer als unser Original und die „Fälschung“ fuhr „nur“ die kurze Strecke.
Viele Steigungen und Abfahrten, die im Profil gar nicht so erkenntlich waren, ließen immer mehr Fahrer aus dem einst 30-40 Fahren großen Pulk auf 7 Fahrer schmelzen.
Zu siebt ging es bis zum Kilometer 102,5 weiter und plötzlich stand ich vollkommen alleine da. Streckenteilung!!!! Die sechs anderen fuhren die kurze Strecke (117km).
MarcelAllein, Gegenwind, weit und breit keine anderen Fahrer und eine Geschwindigkeit von 28 km/h ließen meinen Schnitt und meine Kräfte allmählich schwinden.
Ich beschloss die Labestation aufzusuchen um Getränkeflaschen aufzufüllen und etwas zu essen. Mit der Wurstsemmel in der Hand ging es weiter.
Nach ungefähr 10km Solofahrt, schaute ich mich doch einmal nach hinten um und bemerkte das ein Fahrer sich zu mir gesellte um mich dann gnadenlos am Berg abzuziehen: Danke, dass hatte ich auch noch gebraucht.
MarcelEin kurzer Blick auf den Streckenplan und mir war klar, ich muss Kräfte einsparen denn nach Faistenau wird’s nochmal ganz übel und so kam es auch.
Kehren, Rampen und steile Abfahrten prägten die letzten 25km und wirkten sich auf meinen Schnitt dramatisch aus.
Ich kurbelte mich die teilweise 11 – 14 % Steigungen auf mehrere Kilometern mit 7 – 12 km/h hinauf.
Nach einer langen Abfahrt, kam ich in Eugendorf an. Einige Teilnehmer kamen mir schon entgegen, entweder um auszufahren oder nach Erreichen des Ziels die Heimfahrt anzutreten.
Meine Zeit lag mit 10 min unter meiner Richtzeit von 6h und alles in allem war ich froh angekommen zu sein.

kurz zusammengefasst:

    • Streckenlänge: 157 km
    • Höhenmeter: ca. 2300m
    • Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 26 km/h
    • offizielle Fahrzeit: 5h:49min:08sec
    • Platz 165 von 206 (Altersklasse)
    • Platz 247 von 333 (Gesamt)