Zu spät am Start, aber Bombenstimmung
Dresden:
Verspäteter Auftritt von Frank beim Fahrrdfest der Sächsischen Zeitung im Juli in Dresden. Hier sein Bericht:
„Ich hatte mich eigentlich schon lange auf dieses Event gefreut, weil da immer viel los und gute Stimmung ist. Eigentlich, denn die Startzeit für die längste Strecke (Welche sonst?) haben die Götter des Radsports auf 07:15 Uhr festgesetzt. Das hieß für mich also um 5 Uhr aufstehen, frühstücken und um 6 Uhr losdüsen, immer in der Hoffnung, dass bei der Anfahrt alles glatt geht, keine Staus oder Polizisten im Wege stehen. Also reichlich Stress am Sonntag Morgen.
Das klappte auch, wie geplant, aber gestartet bin ich dann doch mit 3 Minuten Verspätung. Dadurch hatte ich aber auch den Vorteil, das Feld von hinten aufrollen zu können. Über Wilsdruff bis Tanneberg ging’s mit leichtem Anstieg auch gut voran. Dann wurde die Strecke doch ziemlich schwierig. Das Erzgebirgsvorland südlich von Dresden zeichnet sich zwar nicht doch hohe Berge oder lange Anstiege aus, dafür sind diese Anstiege ordentlich steil, da geht’s heftig rauf und genauso wieder runter – beides nicht unbedingt meine Spezialdisziplin. Und oben angekommen bremste der ziemlich böige Wind noch zusätzlich. Einige der Fahrer, die ich vorher aufgeschnupft hatte, zogen wieder an mir vorbei. Im Tharandter Wald kamen dann die Leute von der 90-km-Strecke dazu, das belebte die ganze Fahrerei doch erheblich.
Kurz vor Glashütte haben wir dann den höchsten Punkt der Tour erreicht. Von da an ging es nur noch bergab bis Dresden, zuerst steil, dann immer flacher werdend. Im steileren Teil konnte ich alleine ordentlich flott fahren. Im flacheren Teil zog dann eine 5er-Gruppe an mir vorbei, an die habe ich mich dann drangehängt. Im Windschatten kommt man halt besser voran.
In Dresden war dann noch mal Konzentration gefragt. Die 30-km-Strecke mündete mit ein und da wurde doch sehr chaotisch gefahren. Bei jeder Ampel musste man halten, dann kamen die 30-km-Leute von hinten und haben sich selbstverständlich in ganzer Straßenbreite vorne aufgebaut. Wenn man dann endlich wieder freie Fahrt hatte, kam die nächste Ampel und dass ganze Spiel ging wieder von vorne los – das nervt! Die letzten Kilometer habe ich dann einfach die Beine hoch genommen.
Trotzdem hat an diesem Tag alles gepasst und am Ziel herrschte mit 10000 Leuten Bombenstimmung.“
- Streckenlänge: 116,71 km
- Höhenmeter: 1073m
- Fahrzeit: 4h:16min:54sec
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 27,3 km/h
- max.Geschwindigkeit: 69,7 km/h
