Skoda-Velothon 2012

Im Tiefflug durch Berlin

Solist in BerlinNachdem Frank schon im Jahr 2011 unser Team beim Skoda-Velothon in der Hauptstadt vertreten hat, kam im Januar diesen Jahres wieder die Einladung zum Velothon am Sonntag, 10. Juni 2012.
Frank:„Also habe ich die Startgebühr an den Start geschoben und unser Hotel gebucht, um im Juni wieder den Autofahrern in der Hauptstadt zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Nach unauffälliger Anreise am Sonnabend mit dem Auto, habe ich im Anmeldebereich auf der Straße des 17. Juni meine Startunterlagen geholt. Auf der angeschlossenen Fahrradmesse waren wieder alle namhaften Hersteller und auch die Exoten vertreten, nach einem scheelen Blick in mein Portemonnaie habe ich allerdings alle Angebote außer Essen und Trinken sein lassen. Solist in Berlin
Die Getränke-Hoheit auf der Fahrradmeile hat sich, wie schon im Vorjahr ein süddeutscher Weißbier-Spezialist (siehe Foto)gesichert.
Am Sonnabend haben die Velothon-Veranstalter Kinderrennen gestartet. Die Kinder in den verschiedenen Altersklassen haben dort Rennen gezeigt, die können glatt mit den Profiveranstaltungen mithalten. Die Besten in den Altersklassen sind dabei am Limit gefahren und haben dabei taktisch gefightet wie die Großen, die haben schon eine echte Show geliefert.
Am Sonntag gab’s früh die übliche Warteschleife in der Startaufstellung. Das Wetter hatte glücklicherweise mitgespielt: Die Sonne schien zwischen den Wolken durch, es war nicht allzu warm und der Wind machte sich nur außerhalb der Stadt bei einigen freiliegenden Abschnitten unangenehm bemerkbar. Zuerst gingen die 60-km-Fahrer auf die Reise. Vorneweg natürlich die Leute, die was reissen wollten, im letzten Starblock dann (Achtung! Kein Witz.) die „Hausfrauen“ mit Damenfahrrad mit Einkaufskorb am Lenker.

Dann wurde es Zeit für die richtige Strecke, ich durfte mich im Starblock E postieren. Zum Start ging es ganz gemütlich die Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor runter, dort abgebogen fuhr man über die zwei Empfänger der Zeitmessung und dann ging der berühmte Ruck durch das Feld. Im Berliner Zentrum wurde erst mal ordentlich Feuer gemacht. Im Grunewald wurden die wenigen richtigen Anstiege bewältigt und damit war das Feld dann richtig sortiert. Bei der Fahrt durch das südliche Berliner Umland bildeten sich dann durch Windeinfluss sehr schnell Gruppen, in denen ordentlich gekurbelt wurde, das Tempo lag dort permanent um die 35 km/h. In diesen Gruppen wurde es manchmal ganz schön eng. Ich wollte mich einmal an einen Fahrer hängen, der an einer etwas langsameren Gruppe vorbeizog. Als der dachte, er wäre an mir vorbei, zog er wieder nach rechts an die Gruppenspitze und nahm mir dabei den Platz weg. Dort musste ich mich dann mal kurz mit meinem Vorderrad an sein Hinterrad anlehnen. Solist in Berlin
Bei km 75 kam dann der einzige Verpflegungspunkt in Sicht,ich hatte aber genügend zu Essen und zu Trinken, sodass ich mich gleich auf die Ausbaustrecke (B100) Richtung Berlin setzte, ich bin dann einfach etwas langsamer gefahren und habe mir erst mal einen Energieriegel eigeschoben. Dann habe ich mir die nächste Gruppe, die vorbeifahren wollte, gegriffen und dann ging es mit 40 in Rchtung Berlin. Über den stillgelegten Flughafen Tempelhof habe ich mich allerdings ziemlich schwer getan, danach merkte man aber, das das Ziel in Reichweite war. Das mobilisierte noch mal alle Kräfte, bei jeder Kurve, bei jedem Anstieg ging es aus dem Sattel und es wude sofort wieder Dampf gemacht. Zu guter Letzt noch eine dreiviertel Rund um die Siegessäule und Schlussspurt ins Ziel.

Nach dem Jedermannrennen fuhren dann noch die Profis auf der Strecke, zusätzlich noch achtmal einen Rundkurs durch die Innenstadt damit die Zuschauer was zu sehen kriegen. Das Profirennen hat dann Andre Greipel gewonnen. Ich habe mich dann aber beizeiten aus dem Staub gemacht.

PS: Ab 2013 wird nicht mehr Skoda sondern Garmin der Hauptsponsor des Velothon sein. Also bitte nur mit dem richtigen Navigationsgerät fahren ;).

PS 2: Ich werde 2013 wegen Terminproblemen leider nicht zum Velothon fahren können.

PS 3: Die erreichte Geschwindigkeit reicht für einen stabilen Flug mit einem Hängegleiter (Drachen oder Gleitschirm) aus. Deswegen ist die Überschrift „Im Tiefflug durch Berlin“ durchaus berechtigt.“

kurz und knapp:

    • Streckenlänge: 113,7 km
  • Platzierung von 1002(Altersklasse Senioren3): 618
  • Platzierung von 5272(gesamt 120km/Männer): 3647
  • offizielle Fahrzeit: 3h:15min:24sec
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 34,88 km/h