MTB-Transalp Tag6 – Finale

In Riva am Ziel & am Haken nach Hause

transalp10Gerhard:
„Nach einer Nacht in einem 4 Sterne Luxushotel mit 4 Gänge Abend Menü und einem Spitzen-Frühstück machte ich mich um 9.00 Uhr auf die letzte Etappe.
Zuerst ging es am Ufer des Molveno-Sees entlang, um dann auf die Dolomiti di Brenta-Bikestrecke am Rande der Brenta Dolomiten, meinem Endziel entgegen zu radeln. Ca. eine Stunde radelte ich auf einem Schotterweg dahin,bis ich ein erstes vertrautes Verkehrsschild sah: Ponte Arche 10 Km! Das kenn ich doch! Die Tennoseerunde geht doch nach Ponte Arche und dann über die Tunnels zurück nach Riva.
transalp9An der Kreuzung in Ponte Arche angekommen musste ich mich entscheiden, entweder nach links und durch die Tunnels bergab oder nach rechts über den Passo Balino zum Tenno See. Da ich nicht sicher war die 10000hm-Marke zu knacken, war es nur ein kleines Zögern und dann bog ich nach rechts ab.
Beflügelt von dem Gedanken mein Ziel nun bald zu erreichen, machte mir der Anstieg nichts mehr aus.
Um ca. 12 Uhr erreichte ich den Lago di Tenno und war geschockt! Wie an einer Perlenschnur gezogen kamen mir Radfahrer über Radfahrer den Berg hinauf entgegen. Im Hochsommer ist Riva unglaublich überlaufen, ihr glaubt es nicht!!
Unten angekommen einen Weg zum See zu finden, ist bei der Horde an Touris kaum möglich. Ich habe den Cappuccino am Strand weggelassen und mich in einer Informationszentrale über die Rückreise informiert.
Da Riva keine Zugverbindung hat muss man zuerst mit dem Bus nach Roveretto um von dort die Heimreise mit einem Regionalzug anzutreten.
Die Rückreise ist dann ein Abenteuer für sich, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Haken um die Räder im vordersten Abteil des Zuges festzumachen. Sind keine Haken mehr frei, ist auch ein Transport ausgeschlossen. Darüber sind sich die Schaffner einig! transalp8 Auch ein Schimpfen und Drohen, wie es einige gemacht haben, erweicht hier keinen. Fahrkarte hin oder her! Ich hatte Glück und ergatterte den letzten Haken und somit war die Rückreise kein Problem für mich.
Mit vielen anderen Alpenüberquerern saß ich in dem Abteil hinter dem Radabteil und hörte mir die Heldentaten ihrer Alpentouren an. Die meisten bevorzugten die flachere Variante mit ca. 5-6000 Hm.
Über die Umsteigebahnhöfe Brennerpass, Innsbruck und Mittenwald erreichte ich um ca. 21Uhr Weilheim, wo mich meine Frau in die Arme schloss.“

kurz zusammengefasst:

  • Streckenlänge: 49,38 km
  • Höhenmeter: 523
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,38 km/h
gesamte Transalp:

  • Streckenlänge: 470,83 km
  • Höhenmeter: 10546
  • Dauer: 6 Super Tage