TdG 2014 – 1.Etappe

Ernst und das Arschloch

Umwege Nach einem zwar spärlichen Frühstück, bei dem es aber zu einem netten Plausch mit 2 deutschen Motorradfahrern kam die ebenfalls in den französischen Alpen unterwegs waren, lernten unsere Jungs ihren neuen Begleiter kennen: Ernst!
Denn das wurde es.
Während Claudi über die größeren Strassen auf schnellstem Weg nach Scionzier kam, nahmen sich die 4 Pedaleure zum Warmfahren noch den Col de Cou und den Col de Terramont zur Brust. Zwei nette kleine zum Einrollen.
Ab Kilometer 60 meldete sich erstmals wieder der imaginäre fünfte Mann: Ernst. Der Col de la Colombiere stellte die erste Herausforderung und sogleich den Endgegner der 1.Etappe. Auf den letzten 2 Kilometern zogen die Steigungsprozente ordentlich an. Das kostete Körner. Es folgte dann auch einstimmiges Nicken, als Flipp den Gipfel erreichte und sich zu der Aussage hinreissen liess: „Der ist ein Arschloch!“

Umwege Zur Belohnung gönnte sich der Tourtross Kaffee und Kuchen. Leckeren Himbeerstrudel. Hmmm, Corky verzichtete, doch irgendwie stand ihm die Reue ins Gesicht geschrieben, bezüglich der warmen Vanillecreme.
Nun zogen langsam erste Wolken auf, also liess man sich nicht zuviel Zeit, zumal noch zwei weitere Anstiege anstanden.

Den folgenden Col des Aravis erklomm man relativ problemlos. Von der Möglichkeit des Einkaufs diverser Tierfelle am Gipfel machte keiner Gebrauch. Warum sich Touristen, die sich mit dem Reisebus darauf karren lassen, sowas zulegen, muss man ja nicht verstehen.

Das Tagesfinale, der Col des Saisies, entpuppte sich dann doch auch noch als zumindest kleines Arschloch. Zwei kurze Passagen führten dabei nochmal bergab, was ergo noch mehr Höhenmeter bedeutete und zudem erwies er sich als steiler als erwartet.
In der Abfahrt gab es leider ein Zerfallen des Pelotons, als Flipp brav dem Garmin folgte und sich der Rest von den Verkehrsschildern verleiten liess. Zwar war die Streckenlänge fUmwegeür beide Gruppen gleich, doch erreichte man Beaufort von verschiedenen Seiten. Das brachte ein bißchen Durcheinander in die Zielankunft, tat der weiterhin guten Stimmung aber keinen Abbruch.

In Beaufort sur Doron erwartete unser Team ein nettes kleines Hotel mit unheimlich freundlichem Personal, auch wenn Micha vom Stehklo im Erdgeschoss sichtlich geschockt war. Umwege Nun erwies sich Corkys Sprachenkenntnis als unverzichtbar, denn im Hinterland der französischen Alpen scheint Englisch als Fremdsprache nicht anerkannt zu sein, von Deutsch ganz zu schweigen. Doch zumindest konnten die anderen vier mittlerweile ihre Portionen als „grand“ bestellen. Die Bedienung kam dem hohen Kohlehydratbedarf unaufgefordert mit extra Nudeln nach.

Während des Nachtischs drehten sich die Gedanken dann so langsam bereits um die gar nicht optimalen Wetteraussichten für den 2.Tag. Flipp, der schon gezeichnet vom ersten Tag war, hoffte angeblich auf Regen, da er sich dann nicht auf das Rad setzen würde. Doch so ganz nahmen ihm seine Mitstreiter nicht ab, dass er nicht lieber bei sonnigen Temperaturen in die Pedale treten würde.

kurz zusammengefasst:

  • Streckenlänge: 132,04 km
  • Gesamtdauer: 7:30 h:min
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,46 km/h
  • Höhenmeter: 3690 m
  • max.Steigung: 14%