Quartett-Trio-Quartett
Am ersten vollen Tag in Norditalien, gab es auch schon das erste Dilemma. Auf dem Weg zum Passo del Compet versagte Claudis Knie den Dienst. Während die anderen drei also den Aufstieg in Angriff nahmen, kämpfte sich unsere Rennradamazone allein bis Levico Therme durch, wo man nach der Abfahrt wieder zusammen treffen würde, um am See den Knochen Ruhe zu gönnen. Der Passo del Compet, der eigentlich nach dem Hotel auf dem Gipfel benannt ist, stellte sich als sehr gut zu fahrender Pass heraus. Im schattenspendenden Mischwald waren 10 Kilometer und 846 Höhenmeter zu bewältigen, bevor sich unsere Recken auf 1383m Höhe den obligatorischen Cappuccino gönnten. Durchschnittlich hielt sich die Steigung bei 8-9%, mit kleineren Ausnahmen. 
Nach der rasanten Abfahrt auf durchweg gutem Asphalt, erreichte man ebenfalls Levico Therme, um Claudi wieder im Peloton aufzunehmen. Leider hielten die Schmerzen an und so kam man nur im Schneckentempo vorwärts, doch es wird bekanntlich niemand zurückgelassen. Rund um Trento ergab sich zudem ein weiteres Problem, die Navigation. Wie sich herausstellte führte der geroutete Track über Schnellstrassen, auf denen Fahrradverbot herrschte. Das führte zu dem ein oder anderen Umweg und ein paar Mehrkilometern. Am Abend wechselte man für einmal vom Ristorante Duomo, das diese Woche zum Stammlokal avancierte, ins Ristorante Al Caminetto nach Mezzocorona. Claudi offenbarte dann auch ihre Entscheidung, einen Ruhetag am Gardasee in Riva einzulegen. Mit Sonne, Eis und Voltaren.
- Streckenlänge: 112,16 km
- Höhenmeter: 1893 hm
- max.Steigung: 12%

