Horror-Tunnel & Karottenkuchen
Nach dem Frühstück trennten sich die Wege von Claudi und den 3 Herren. Während die Erstere sich auf einen Tag in der Sonne und ein Eis aus der Eisdiele in Torbole freute, nahmen sich das Trio den Aufstieg zum Monte Bondone, dem Hausberg von Trient, vor. Die Fahrt bis Trento verlief problemfrei, da man ja am Vortag da schon neu navigieren musste. Von da aus ging es auf einer großen Strasse nach Cavedine. Wie sich leider herausstellte musste man hier durch einen Tunnel bergauf. Bei Montagsverkehr, vorallem mit Lkws, absolut kein Vergnügen.
Micha:„Da hatte ich echt Schiss und der Puls ging richtig hoch, allerdings nicht wegen der Anstrengung…“
Flipp:„Überhaupt nicht lustig! Zu blöd das ich auch das Rücklicht nicht dabei hatte.“
Nach diesem Schock, versuchte man sich neu zu orientieren um diese Strasse weiträumig zu umfahren, traf allerdings nach etwa 400m erneut auf den „teuflischen Pfad“. Je näher man Lasino dem Startpunkt des Aufstiegs kam, desto mehr hakte Flipps Schaltung, ähnlich wie bereits im letzten Jahr am Col de Valberg während der Tour des Grandes Alpes.
Flipp:„Das war echt blöd.
Unter dem Anblick der gleissenden Sonne stiefelten also unsere 3 Pedalritter Richtung Gipfel. 22 Kilometer und 1220 Höhenmeter waren zurückzulegen. Für Flipp und Micha nichts Neues, da sie den Anstieg schon einmal 2013 beim Traininscamp am Gardasee bezwungen hatten. Anders allerdings als vor 2 Jahren nahm man die Abfahrt über Sardagna. Somit kamen unsere Jungs auch über den höchsten Punkt bei Vason auf 1650m Höhe. Zuvor gab es natürlich, wie sollte es anders sein, einen Gipfel-Cappuccino. Flipp und Micha gönnten sich zur Feier des Tages noch 2 leckere Stückchen Karottenkuchen.
Die Abfahrt führte in angeblichen 44 Kehren (nicht nachgezählt, Anm. d. Redaktion) nach unten und hätte im Nachhinein wohl besser als Auffahrt gedient, um den Weg nach Lasino als Abfahrt zu nutzen, aufgrund der wenigen Kurven.
Aber man kommt ja vielleicht mal wieder.
Abwechslung boten allemal die schönen Ausblicke auf das nordöstliche Trient im Etschtal.
Am Fusse dieser Strasse widmet sich eine Tafel auch dem Gedenken an den Luxemburger Charly Gaul, der im Juni 1956 hier eine Etappe des Giro d’Italia gewann, als er in Vason bei Schneefall ins Ziel kam.
Zurück in Mezzolombardo zeigten sich erste Erschöpfungsanzeichen und die ersten Wehwechen meldeten sich.
- Streckenlänge: 114,84 km
- Fahrzeit: 5:29 h:min
- Höhenmeter: 1960 hm
- max.Steigung: 14%
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,93 km/h



