Hitzeschlacht am Görlitzer Hausberg
Görlitz:
Warum man bei knapp unter 40°C an einem Radrennen teilnimmt? Wir wissen es nicht. Doch es gab einige die verrückt genug waren sich auf dem Rad kochen zu lassen.
Neben Frank, David und Micha, die im letzten Jahr schon bei der Hatz in der Oberlausitz dabei waren, gaben sich auch Flipp und Jens W., unser neues Teammitglied die Ehre.
Bernd unser Gastfahrer, der 2009 ebenfalls am Start stand, strich schon vor Beginn die Segel.
Bernd:„Also das ist irre. Das könnt ihr vergessen, da mach ich nicht mit. Is mir zu heiss.“
Mit dieser Entscheidung war er aber bei weitem nicht der Einzige an diesem Tag, wodurch das Starterfeld etwas kleiner war als im Vorjahr.
Es entwickelte sich also eine wahre Hitzeschlacht, bei der jeder an seine Grenzen gehen musste. Dennoch beendeten alle die gnadenlose 3-Rundenschlacht, bei der zum Schluß Durchhalten vor Ergebnis stand.
Flipp:„Absolute Hitzehölle! Da half auch kein „Remember this is fun“ mehr. Mein Ziel war einfach nicht Letzter zu werden. Hatte auch den Gedanken, wenn’s zu heiss wird, höre ich nach der 1. oder 2.Runde auf. Ich habe übrigens meine relative Position im Startfeld einigermassen gehalten. Es hat mich fast niemand überholt. Allerdings wäre es schön gewesen, wenn ich eine Gruppe zum Windschattenfahren gefunden hätte. So musste ich mich alleine durchbeissen. Und immer wenn ich wieder jemanden eingeholt hatte, war der mir zu langsam, um mich hinten dran zu hängen. Also kleine Erfolge 🙂 Es war echt ein tolles Gefühl, im Ziel anzukommen. Es hat Spass gemacht, diese „schwachsinnige Aktion“ mit unserem Team zusammen durchzuziehen.
Die Veranstalter sollten sich aber vielleicht mal was von unserem Web-Auftritt abschneiden.“
David:„Das dieses Jahr das Rennen nicht unter den Motto „remember this is fun“ lief, war uns glaub ich allen klar. Denn bei diesen Temperaturen konnte man sich gar nicht so richtig vorstellen überhaupt über die 3 Runden zu kommen.
Naja, nach dem am Start die „Superprofis“ mal wieder gar keine Geduld hatten, dachte ich mir nichts wie hinterher. Das lief auch bis zur Kuppe Jauernick sehr gut, leider hab ich in der Abfahrt das falsche Hinterrad gehalten und kam leider nicht mehr an die Spitzengruppe heran. So ging es in einer ca. 5 Mann starken Gruppe weiter, die sich leider in der Führungsarbeit sehr uneinig war und somit keine Chance mehr zum aufholen hatte. Ab der 2 Runde wurde diese Gruppe immer kleiner, bis ab Mitte der 2. Runde nur noch 2 Fahrer waren. Das Abwechseln im Wind klappte zwischen uns eigentlich ganz gut und so konnten wir das Tempo auch relativ hoch halten… In der 3.Runde in der Auffahrt nach Pfaffendorf schwächelte mein Kompanion aber etwas und da ich nicht mehr, wie manchmal vorher schon, warten wollte bis er wieder ran ist, begann ich selber nochmal alles was ging in die Pedalen zu treten. Das klappte auch ganz gut. Jedenfalls konnte ich meinen Platz halten. Für den Endspurt fehlte dann jedoch die Kraft. Insgesamt bin ich mit meiner Zeit von knapp 1h31min sehr zufrieden, da ich nicht wie letztes Jahr nur im Windschatten gefahren bin, sondern auch vorn viel Arbeit leisten musste.“
Micha:„Hmm, die Spitzengruppe musste ich bereits am 2.Anstieg ziehen lassen, womit ich auch David’s Hinterrad verlor. Ich war dann in einer Fünfergruppe unterwegs, die mich allerdings noch 3mal abhängen konnte. Das ich es schaffte mich jedesmal wieder ranzukämpfen und, nachdem ich den Ausreissversuch eines Fahrers in der letzten Runde mitging, diesen im Zielsprint noch schlagen konnte, freut mich bei der Hitze umso mehr. Naja, genau genommen hat sich der Vorjahressieger, der auch 2010 wieder Erster war, um 2 Minuten verschlechtert, ich um eine. Ergo eine aufgeholt. Dann kann ich also vielleicht 2029 um den Sieg mitfahren ;)“
Jens W.:„Die wichtigste Erkenntnis, welche ich aus meinem ersten reinen Radrennen gewonnen habe ist die, das eine Wasserflasche bei 35°C echt zu wenig ist. Da habe ich mich wohl doch ein bisschen vertan bei der Verpflegungsplanung. Nachdem ich Ende der 1. Runde mit Krämpfen in der rechten Wade zu kämpfen hatte, lief es in der 2. Runde dann recht ordentlich, bevor mich dann in Runde 3 der Wassermangel ziemlich krass einbremste und ich an den letzten Anstiegen echt arg zu kämpfen hatte.“
- David: 1h:30min / 30. (von 37 / U40) / 38.
- Micha: 1h:39min / 32. (von 37 / U40) / 45.
- Jens : 1h:46min / 37. (von 37 / U40) / 53.
- Flipp: 1h:45min / 16. (von 24 / Ü40) / 52.
- Frank: 1h:52min / 21. (von 24 / Ü40) / 59.
- Gesamtstarter: 66

