TdG 2014 – 4.Etappe

Im Sonnenschein über einen Traumgipfel

images_news_2014_tag4_4 In Erwartung des kürzesten Tourtages startete unser Team etwas geruhsamer in den Tag. Nach dem Frühstück widmete man sich kurz der Radpflege und befreite die fahrbaren Untersätze vom Dreck der Vortage. Als Warmlauf wartete der Col du Lautaret. Diesen gleichmäßigen Anstieg nutzte Flipp zu einer Solofahrt an der Spitze gefolgt von Gerhard. Corky und Micha hingegen büssten noch für den harten Tag zuvor und hatten es nicht so leicht wieder in den Tritt zu kommen. images_news_2014_tag4_1 Auf diesen ersten Kilometern begleiteten unsere vier Pedalritter die letzten Regentröpfchen, denn darauffolgend zeigte sich nun endlich die Sonne, die das Peloton bis zum TdG-Finish nicht mehr im Stich lassen sollte.

Der Hauptgang des Tages bestand aus einem faszinierenden 1000-Höhenmeter-Anstieg namens Col d’Izoard, garniert mit einer der spektakulärsten Abfahrten der Alpen, der Casse Désert! Während die Sonne vom Himmel brannte und die Fliegen um die Köpfe der Radler tanzten, schraubte man sich in mehreren Kehren, mit einigen Passagen im zweistelligen Prozentbereich, zum Gipfel auf 2360m über dem Meer. Oben konnten sich die Kletterer mit Baguette und Salami stärken, die Claudi unterwegs besorgt hatte. Das Grinsen war wie eingemeisselt bei den Vieren, da man, in der Sonne sitzend wusste, das nur noch eine sensationelle Abfahrt an diesem Tag wartete. Auf der wurde man dann auch noch mit einem Superasphalt belohnt. Da liess es so manch einer krachen. Das war nach Meinung der Mehrheit, einer der schönsten Pässe der TdG 2014.

images_news_2014_tag4_3 Kleinere Probleme gabs mal wieder beim Finden des Hotels und kurzfristig hatte Gerhard die Truppe verloren. Trotzdem erreichte man das Tagesziel diesmal deutlich früher als die Tage zuvor und Corky, Claudi, Gerhard und Micha nutzten die gesparte Zeit für einen Ausflug zum nahe gelegenen Badesee. Dessen Wassertemperaturen sorgten zwar kurz für Gänsehaut, gleichzeitig aber auch für eine erfrischende Abkühlung und man döste noch ein wenig in der Sonne.
Zum Abendessen fanden sich alle dann nochmals am Badesee ein und es wurde, eigentlich radsport-untypisch, HotDog & Frites verschlungen.

images_news_2014_tag4_2 Neben der eigentlichen Kurbelei am Tage, sei hier auch mal der waghalsige Ritt von Claudi mit dem Teamfahrzeug erwähnt. Sie hatte sicher auf den Abfahrten ähnlich viel zu tun mit dem Steuern des fahrbaren Untersatzes wie unsere Zweiradartisten.
Claudi:„Manchmal war mir echt mulmig, weil es teils richgit eng war und seitlich gings bergab. Auf den Abfahrten war ich auch weit über Ruhepuls.“

Man weiss ja nicht so genau, was körperliche Anstrengung über mehrere Tage so Hirntechnisch ausrichten kann, aber also die Idee am Abend aufkam, mal eine TdG nackt zu radeln, deutete das doch eher auf leichte Defizite des normalen Radsportdenkens hin.

kurz zusammengefasst:

  • Streckenlänge: 113,14 km
  • Gesamtdauer: 5:20 h:min
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,16 km/h
  • Höhenmeter: 2292 m
  • max.Steigung: 14%