TdG 2014 – 5.Etappe

Vom Windschatten zur Bergankunft

images_news_2014_tag5_1 So langsam geht die Tour de Grandes Alpes in die entscheidende Phase. Der vorletzte Tag steht an und es machen sich die ersten Verschleisserscheinungen bemerkbar. Das schmerzt da der Hintern und dort brennen die Beine und dem nächsten tut der Rücken weh. Aber das hier soll ja auch kein Spass sein, denn wenn es Spass macht fährt man bekanntlich zu langsam.

Doch nun mal zurück zum Ernst der Lage.
Das Frühstück viel zum Leidwesen der vier Muskeltiere etwas spartanisch aus. Zwar kamen doch noch frische Croissants und Butter, der Kaffee aber leider dennoch aus dem Automaten.
images_news_2014_tag5_4 Ohne großes Warm-Up verlief die Strecke sofort bergauf, auf den Col de Vars, den ersten von 3 Anstiegen der 1.Kategorie an diesem 5.Tourtag. Seit dem Auftakt 4 Tage zuvor, war dies mal wieder ein Pass, den alle vier zusammen erklommen. Worauf sich alle einig waren: „dass, das ja auch mal schön ist“.
Nach der Abfahrt nach Barcelonette, nutzten Gerhard, Flipp und Corky, 2 französische Rennradler, die es wagten am Bicycletrip-Express vorbei zu gehen, als Lokomotive und liessen sich im Stile eines Mannschaftszeitfahrens im Windschatten ziehen. Micha hingegen verlor hier den Anschluss und liess die fünf ziehen.
Micha:„Das ist einfach nicht mein Metier in der Ebene. Den Anschluss hätt ich allein eh nicht geschafft, so hielt ich mein Tempo und wusste ja, dass die anderen bei Gelegenheit warten würden.“

images_news_2014_tag5_3 Der Col de la Cayolle entpuppte sich danach auch als wirklich gut zu fahrender Pass, an dem Flipp unwiderstehlich das Tempo vorgab und im Solo den Berg erklomm, während sich der Rest die Körner noch einteilen musste.
Schade war allerdings, das es am Gipfel keine Möglichkeit zur Einkehr auf Kaffee und Kuchen gab. Somit ergab sich der folgenschwere Fehler, auf der Abfahrt im „Relais de la Cayolle“ zu stoppen. Ein Tiefpunkt an Gastfreundschaft. Kuchen war angeblich aus, für Kaffee reichte es noch, zur Freundlichkeit beim Bedienen nicht mehr. Da war das Handygespräch der Dame einfach wichtiger als die Gäste.

images_news_2014_tag5_2 Mittlerweile waren die Temperaturen stark gestiegen, doch noch stand der Col de Valberg auf dem Programm. Die einzige echte Bergankunft unserer Tour. Corky und Micha bekamen hier die zweite Luft und lieferten sich das letzte Rennen des Tages, währenddessen Flipp mit Schaltproblemen und Dehydrierung kämpfte. Gerhard sprach sogar von der „vielleicht schönsten Auffahrt überhaupt“.

Zum Abendessen fand man wiederum ein wundervolles kleines Restaurant. Das Essen war auch hier prächtig. Einzig die nebelhaften Andeutungen von Flipp, am nächsten Tag nicht zu fahren, blieben als fader Beigeschmack.

kurz zusammengefasst:

  • Streckenlänge: 130,8 km
  • Gesamtdauer: 7:04 h:min
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,47 km/h
  • Höhenmeter: 3233 m
  • max.Steigung: 11%